Haaraufbau/ Haarzyklus
Haaraufbau/ Haarzyklus
Der Haaraufbau:
Haare bestehen zum größten Teil aus Kreatin, das sind Proteine (Eiweiße) welche aus über 20 verschiedenen Aminosäuren bestehen durch die sie zu Kettenmolekülen aufgebaut werden.
Ein einzelnes Haar besteht aus drei Schichten:
Ganz innen im Haarstrang liegt der Kern (Medulla), dieser bleibt von Haarpflegeprodukten und vom Styling unbeeinflusst.
Die mittlere Schicht (Cortex) mit den Pigmenten kann durch Färben, Bleichen, eine Dauerwelle oder Glattziehen beeinflusst werden.
Den Abschluss bildet die
Schuppenschicht (Kutikula), sie besteht aus mehreren Zellschichten. An dieser Schicht lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob das Haar gesund ist oder angegriffen. Ist das Haar gesund und glatt glänzt es. Lo0ckige Haare haben eine porösere Schuppenschicht, lockige Menschen müssen also eher zu Glanzspray greifen.
Chemikalische Zusammensetzung eines Haares:
Elementzusammensetzung: Kohlenstoffe, Wasserstoff, Sauerstoffe,Stickstoffe
Essentielle Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Zink, Jod
Aminosäuren: etwa 20 verschiedene Arten
Proteine: ca. 50 % amorphe (ungeordnete) Proteine, ca. 50 % Alpha-helikale (schraubenförmig) Proteine
Lipide: u.a. Cholesterin
Wasser: ungefähr 12 % des Haargewichtes.
Der Haarzyklus
Das Wachstum eines Haares ist individuell und nicht kontinuierlich. Jedes einzelne Haar hat einen eigenen Wachstumszyklus. Dieser dauert sieben bis acht Jahre. Die Haarbildung ist ein aktiver Prozess des menschlichen Körpers und beeinflussbar, schon geringe Störungen können ihn beeinträchtigen. Schwangerschaft, Dauerstress, medikamentöse Behandlungen , Infektionen oder mechanische Einwirkung von außen können so zu Haarausfall führen oder langsameren Wachstum.
Das Haar eines Europäers ist durchschnittlich 0,08 mm dick und wächst täglich ca. 0,1-0,3 mm. Das heißt etwa einen cm im Monat. Blonde Menschen haben mehr Haare als Dunkelhaarige oder Rothaarige.
Der Verlust von 80 bis 100 Haaren am Tag ist ganz normal. Diese Rate kann selbstverständlich während der Zeit nach oben oder unten abweichen. Beträgt die tägliche ausfallende Haarmenge über einen längeren Zeitraum über 150 Haare, so wird von Haarausfall (Effluvium/Alopezie) gesprochen.

